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Klosterjahre.

Die Zeit im Kloster

Zehn Jahre Frater Franziskus sind es auf die ich dankbar und manchmal auch mit etwas Wehmut zurückblicke. Eine Zeit die mich persönlich tief geprägt hat. Eine Zeit die ich niemals vergessen werde. Ein Zeit persönlicher Reifung auf der Suche nach Gott und der eigenen Spiritualität.

Am 20. Oktober 1991 wurde aus mir Frater Franziskus, benannt nach dem großen Heiligen Franziskus aus Assisi. Bis heute ist er für mich Vorbild und Wegweiser, sein Taukreuz trage ich täglich. Die tiefe Verbundenheit mit dem Heiligen Franziskus ist auch Grund für die Bezeichnung  meiner Homepageadresse.

Anfänglich erfüllte mich Stolz ein Mönch zu sein und das weiße Gewand des Prämonstratenserordens zu tragen. Nach dem Ablegen der Einfachen Gelübte 1992 und der Ewigen Gelübte am 14. Oktober 1994 verblasste dieses Bild des klösterlichen Lebens nach und nach. Der Kontakt zur Außenwelt und den Menschen war mir immer wichtig, und ich erkannte auch meine Aufgabe darin, den Menschen zu dienen mit den Fähigkeiten die Gott mir mit auf den Weg gegeben hat. Heute darf ich diese besondere Aufgabe des Dienens in der  Hospizarbeit noch intensiver und mit Freude umsetzen. Erfahren habe ich in dieser Zeit im Kloster dass Gemeinschaft trägt und Schutz ist, jedoch die Pflege eines gemeinsamen klösterlichen Lebens täglich neu gepflegt gehört von jedem Mitglied. Das Kloster und seine Gemeinschaft wurde zu meiner Familie, und ich identifizierte mich mit dieser Lebensweise. Das Gebet und die die Zeit der Stille wurde zur Nahrung und lies mich Gottes Nähe  und Liebe zu uns Menschen erfahren. Diese Erfahrungen trage ich bis heute in mir und haben meine spirituelle Entwicklung maßgeblich beeinflusst.

Dennoch zeigte mir Gott auch das ich Mensch und Mönch bin, und führte mich im Jahr 2001 wieder freiwillig zurück ins weltliche Leben, indem er mir bis heute die Hand reicht und führt.

Zahlreiche Erinnerungen an Jugendlager, Glockenweihen, Schnapsbrennen, Abfischen der Klosterteiche lassen diese Zeit immer wieder neu lebendig werden. Besonders berührt bin ich bis heute von Choralgesängen der Mönche, das Chorgebet gehört ja zu den Grundpfeilern des klösterlichen Lebens.

Besonders prägend für mich und gleichzeitig Fundament für mein heutiges berufliches Leben war die Pflege und Begleitung zweier Mitbrüder auf dem Weg zu ihrer Brücke am Ende des Weges.

Dankbar blicke ich auf die Jahre im Kloster und die vielen kostbaren Begegnungen in dieser Zeit zurück.  

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